Hier ist gerade Ruhe, aber nur ein bisschen

16. Juni 2007

Lange nichts mehr geschrieben. Im Moment komme ich vor lauter Diplomarbeit, Arbeit und Politik einfach nicht dazu, auch noch meine eigene Seite zu pflegen. Bzw. es gibt Dinge, die mir wichtiger sind: von der Hängematte auf meinem Balkon aus in den Rixdorfer Nachthimmel schauen, im Café im Körnerpark Eiscafé trinken oder mich über Dinge freuen, die in meinem Kiez passieren. Lange gab es davon nicht allzuviel: die umgestalteten Plätze haben bei mir nicht allzu viel Begeisterung ausgelöst (auch wenn ‘mein’ Esperantoplatz ja angeblich noch nicht fertig ist), der viele Leerstand sowieso nicht und über die “Good night, left side. Neukölln gegen links”-Aufkleber in der Nähe des Zeitzer Ecks, wollen wir lieber gar nicht reden…Schlechtes fällt mir genug ein.

Und trotzdem: ich wohne hier gerne. Ich gehe gern ins Linus (am liebsten zum Poetry-Slam…wenn der nur nicht immer dienstags wäre – und auch wenn er strenggenommen eher eine offene Lesebühne ist, aber das ist einer so wunderbar unaffektierten Art und Weise, das es einfach nur Spaß macht), ich habe heute das erste Schaufenster des Projekts Böhmische Dörfer – ich komme gleich wieder entdeckt und bin durch Zufall auf ein Projekt gestoßen, das mein Herz höher schlagen lässt: Heimathafen Neukölln will in meinem Kiez Theater machen:

“Im Herbst 2007 wird ein leer stehendes Lokal in der Nähe des Neuköllner Richardplatzes vorübergehend zum Projekttheater umfunktioniert. Ein Lokaltheater, das die Anwohner in die künstlerisch-kulturelle Aufwertung des Stadtteiles einbindet, die Tradition des Volksstückes wieder belebt und ansässigen Künstlern eine Auftritts- und Vernetzungsmöglichkeit bietet.”

In meinem Kiez passiert endlich was. Da ist es nicht schlimm, dass auf meiner Seite im Moment nicht viel passiert. Mit einem Lächeln auf den Lippen beende ich diesen Beitrag.



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